Menschen & Monika Fuhrig
Erziehung, Bildung, Begleitung, ...
Waldgruppen

In manchen Waldgruppen sind noch Plätze frei.

Entscheidungen treffen: das können Kinder lernen

 

Kinder und Erwachsene müssen heute immer wieder wichtige Entscheidungen treffen.

Nicht allen Menschen fällt das leicht.

Dabei kann man dies lernen, wenn man es immer wieder einüben kann und die Konsequenzen, die aus den eigenen Entscheidungen unweigerlich entstehen, erfahren darf.

 

Eine gute Übung: Die Kinder stehen im Kreis und werden nach Aktionsvorschlägen gefragt. Das erste Mädchen schlägt vor, in den Hexenwald zu gehen um dort „tote Bäume“ umzuwerfen. Das nächste Kind ist ein Junge und er möchte gerne nochmal über dem Mutprobenbaum laufen. Beim letzten Mal war er sehr unsicher und er möchte es gerne lernen. Der nächste Junge möchte gerne nach Spinnen im Tipiwald forschen.

 

Alle Vorschläge werden gesammelt und dann stimmen Alle (Kinder und Erwachsene mit gleicher Stimme) darüber ab, was zusammen getan wird.

Für einzelne Kinder ist es sehr hart, nicht bei der Mehrheit zu sein und sie würden gerne ihre Meinung „wie das Fähnchen im Wind“ wechseln um immer bei den Abstimmungsgewinnern zu stehen.

 

Dies greifen wir Pädagogen auf um den Kindern immer und immer wieder näher zu bringen, wie wichtig es ist, zur eigenen Idee, zur eigenen Entscheidung zu stehen.

 

Wenn es halb-halb ausgeht ist die Abstimmung besonders lehrreich für alle Kinder. Denn dann müssen sie durch gute Argumente wenigstens einen aus der anderen Gruppe dazu bringen, die Seite zu wechseln.

Dabei lernen sie sehr gut, die eigenen Ideen zu begründen, die der anderen zu hinterfragen.

Manchmal dauert dieser Prozess 15 oder sogar 20 Minuten und erst danach gehen wir los, zu dem Abenteuer welches demokratisch ausgewählt wurde.

Solche Alltagskompetenzen erlernen die Kinder, ganz nebenbei, in unseren Waldgruppen.

Hatte Ihr Kind schon mal einen Flußkrebs in der Hand?

 

Wo gibt es denn heute noch Flußkrebse zu sehen?

Wie kann man die denn fangen?

Können Sie stechen?

Sind sie giftig?

Darf man sie fangen?

Können Sie im Wasser leben und auch außerhalb des Wassers?

Fragen über Fragen die wir alle in unseren Waldgruppen mit den Kindern klären. Naturerlebnisse zum Anfassen bieten wir Woche für Woche für Kinder von 2-3 Jahren (Minis), 3-7 Jahren (Strolche) und für die Großen (6-12 Jahre) in Brombachtal, Zell, Michelstadt und Erbach.

 

Die Kinder lernen den Unterschied

zwischen Sand- und Granitstein,

zwischen Tannen- und Fichtenzapfen,

zwischen kaltem und sehr kaltem Wasser,

zwischen Duft und Gestank,

zwischen steilem Berg und fast unbezwingbarer Schlucht,

zwischen idyllischem und unheimlichem Wald,

zwischen Regenschauer und Sonnenschein,

zwischen Wohlbefinden und aushalten können

und

Vielem mehr.

Die Erlebnisse die uns die Natur vorgibt sind unerschöpflich.

Einmal an das Draußen gewöhnt, fühlt sich jedes Kind dort wohl. Vor allem weil es so viele Möglichkeiten in der Gruppe gibt: stiller Rückzug ist genauso möglich wie ausgelassene Gruppenspiele.

 

 

 

Angst kann Leben retten … und das Leben behindern

 

Angst ist evolutionsbedingt etwas sehr wertvolles. Sie schützt uns vor allzu großen Gefahren. Aber in unserer Gesellschaft haben immer mehr Menschen Probleme mit ihrer übertriebenen, fehlgesteuerten Angst. Auch Kinder sind betroffen und trauen sich Vieles einfach nicht (zu).

 

In unseren wöchentlichen Waldgruppen ist Angst immer wieder ein großes Thema. Manche haben Angst vor dem Mutprobenbaum, andere vor einer Spinne. Manche haben Angst davor, dass ein Baum umfällt, andere dass ein Wolf kommt. Ein Mädchen hat Angst vor dem Wald in dem viele Tierknochen liegen, ein Junge vor den dreckigen Händen, wenn er sich auf dem Boden festhalten muss.

Angst möchte, dass wir genauer hinschauen. Wovor haben wir Angst? Was könnte uns - schlimmstenfalls - passieren? Ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es geschieht? Wie hoch? Wie können wir uns davor schützen? Ist es möglich sich davor zu schützen ohne auf Alles zu verzichten was wir gerne erleben? Wie kann ich „meine Angst einfach Angst sein lassen“ und dennoch weiter leben? Wann sollte ich besser auf meine Angstgefühle hören und etwas ändern?

 

Fast jede Woche begegnet ein oder gar mehrere Kinder ihrer Angst im Wald. Etwas raschelt, ein Schatten huscht vorbei, es knackst im Geäst oder wir finden Tierknochen. Die natürliche Konfrontation damit macht es einfach, die Angst auszusprechen und darüber nachzudenken. Die Kinder geben sich gegenseitig Tipps und helfen sich, indem sie sich an der Hand halten, indem sie sich trösten und indem sie die Angst miteinander und mit uns Erwachsenen teilen.

Und wenn die Angst überstanden ist, dann ist die Freude an der Natur und am Erlebten gaaaaaaanz groß und das Selbstbewusstsein ist wieder ein Stück größer geworden.

Lassen Sie Ihr Kind zweimal in unseren Waldgruppen schnuppern und Sie werden merken, wie tief manche Erfahrungen gehen. Vielleicht erzählt Ihr Kind Ihnen dann auch von seinen Erfahrungen in der Waldgruppe mit den (Angst-) Gefühlen.

Die Waldgruppen sind offen für ängstliche und für (scheinbar) unängstliche Kinder!  

 

Kinder kommen in Bewegung und dadurch zu besserem Schulerfolg???

 

Um die Gehirnhälften in unseren Köpfen bestmöglich zu verknüpfen brauchen wir Bewegung.

Die Synapsen sind die Übergangsstellen zwischen den Gehirnhälften und diese bilden sich durch unterschiedliche Erfahrungen und möglichst umfangreiche Bewegungen.

Kinder wollen in Bewegung sein.

Wenn wir sie lassen, toben und springen sie den ganzen Tag. Je älter sie sind, desto bewegungsfauler können sie jedoch werden. Das geht bis dahin, dass manches 12jährige Kind am liebsten nur noch vorm PC sitzen möchte.

Geben Sie Ihrem Kind eine andere Chance: lassen Sie Ihr Kind erfahren, wie schön Bewegung sein kann.

Schon kleine Kinder lernen dadurch nicht nur ihren Körper besser kennen und einschätzen, vermeiden Unfälle und Übergewicht, sondern finden einfach Spaß an den verschiedenen Bewegungsabläufen.

Ein zweijähriges Kind ist stolz wenn es die Böschung runter gerutscht ist. Ein fünfjähriges Kind ist glücklich, wenn es den Hang erklommen hat. Ein neunjähriges Kind freut sich sehr über den Erfolg, ohne Hilfe, auf den tollen Baum zu klettern. All diese Kinder durften erleben, dass Bewegung Freude bringt, dass Bewegung stolz und selbstbewusst macht.

Erst wenn möglichst viele Synapsen gebildet wurden, lernt das Kind leicht und kommt damit in der Schule besser zurecht.

In all unseren Waldgruppen fördern wir die Bewegung der Kinder. Je kleiner die Kinder sind, desto intensiver geht es in den Gruppen um Bewegung. Die Kleinste Gruppe beginnt für Kinder ab dem 2. Lebensjahr. Aber auch die Kinder zwischen 3 und 7 Jahren bekommen in unseren Waldgruppen sehr unterschiedliche Bewegungsanreize. Und die ganze Großen (bis 12 Jahre) können dann mit den Bewegungsmustern experimentieren, Neues erfinden, sich ausprobieren.  

 

 

Was ist wichtiger als das Spiel???

 

Kinder lernen heute in allen Bereichen sehr früh, sehr viel. Das ist toll für die Kleinen.

Aber manchmal kommt das Spiel zu kurz.

Dabei ist es erwiesen, dass Kinder z.B. im Rollenspiel ihre Werte (die sie zuerst aus der Familie mitbringen) selbst immer wieder ausprobieren und unterbewusst auch überdenken.

Im Spiel üben die Kinder z.B. Fairness und Sozialverhalten ein, denn sie harmonieren, streiten sich manchmal, einigen sich wieder und so geht es dauernd.

Manchmal schlagen oder beschimpfen sie sich.

Wenn ein Erwachsener ein guter Moderator für diese Streitereien ist, lernen sie dabei fürs Leben. Denn Streitereien gehören zum Leben dazu.

Gut ist es, von Anfang an zu lernen, wie man am besten damit umgehen kann.

In unseren Waldgruppen, bedingt durch den sehr guten Betreuungsschlüssel (zwei Erwachsene und ca. 10-14 Kinder), können die Kinder dies immer wieder üben.

Sie lernen wirklich zu streiten und es auszuhalten wenn der Andere eine andere Meinung hat.

Sie lernen es durch die Freiheit im Wald, in dem man sich auch mal aus dem Weg gehen kann. Und sie lernen es durch die gute, respektvolle Moderation der Betreuungspersonen.

Und das einfach so, im Spiel. Denn SPIELEN ist das Wichtigste am KIND-SEIN.

  

 

 

Achtet Ihr Kind auf sich selbst und darauf was ihm gut tut?

 

Oftmals gehen die Kinder (und auch die Erwachsenen) unbedacht in der Welt umher. Sie sind nicht achtsam. Weder für sich selbst, noch für ihre Umwelt.

Dabei ist es gut für jeden Mensch, wenn er achtsam mit sich und der Umwelt ist.

Achtsamkeit kommt in unserer zivilisierten Welt oftmals zu kurz. Wer kann sich das schon erlauben, auf sich selbst zu achten? Wir müssen doch alle funktionieren.

Wenn Menschen es lernen, achtsam mit sich selbst zu sein, dann werden sie automatisch auch achtsam mit ihrer Umwelt und den Menschen um sie herum. Das Eine geht nicht ohne das Andere.

Achtsamkeit, was ist das überhaupt? Es ist die Aufmerksamkeit für Alles was uns bewegt. Es sind unsere Gefühle und unsere Gedanken, es ist wahrzunehmen was in uns und außerhalb von uns geschieht.

Achtsamkeit brauchen wir um uns in uns selbst wohl zu fühlen.

Wir brauchen sie um nicht von Stress, Alkohol und Drogen, Beziehungen oder Machtsymbolen abhängig zu werden.

Und um Achtsamkeit geht es stets in unseren Waldgruppen. Achtsam mit der Natur umgehen. Achtsam auf die Eigenheiten der anderen Gruppenmitgliedern ein gehen. Achtsam mit mir selbst sein und fühlen, wahrnehmen, wie es mir in der jetzigen Situation geht.

Achtsam aber auch meine Grenzen und Begrenztheit erweitern, mich etwas – in aller Achtsamkeit – zu trauen.

Über den Baum balancieren, die Spinne berühren, den Frosch betrachten und an den giftigen Blumen riechen, alles in Achtsamkeit für die Natur und für mich.

Wenn Sie Ihrem Kind dieses besondere Erlebnis einmal geben möchten, lassen Sie es zweimal unverbindlich in unseren Waldgruppen schnuppern.  

 

Was kosten die Kinder-Waldgruppen?

Die Preise erfahren Sie unter dem jeweiligen Unterpunkt. Bitte hier auf der rechten Seite anklicken.

              

 

 

 

 
 
 
Alle Gruppen (außer den Mini´s) werden - in der Regel - durch mich (Monika Fuhrig) und eine/n weitere/n MitarbeiterIn betreut.
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